NFV-Nachhaltigkeitspreis

Zur elfköpfigen Jury für die 50 zugelassenen Projekte gehörten u. a. Werder-Trainer Daniel Thioune und der Weltmeister von 1990, Pierre Littbarski.
Bereits zum 5. Mal wurde der NFV-Nachhaltigkeitspreis vergeben.
Die Feierlichkeiten zur Preisverleihung fanden mit den drei Preisträgern auf dem ehemaligen Expogelände im Dänischen Pavillon statt.
Das Projekt „#StehaufgegendenHass“von der 2. Frauenmannschaft des TV Jahn Delmenhorst überzeugte die Jury. Nachdem es auf den Plattformen wie TikTok und Instagram zu hasserfüllten Kommentaren gekommen war, stellten sie ein Video in diesen Plattformen ein.
„Wir möchten nicht länger schweigen. Wir wollen zeigen, dass digitale Angriffe reale Menschen treffen – und dass wir Hass im Netz nicht akzeptieren.“ Für dieses Projekt hat das Team einige der schlimmsten Kommentare ausgewählt und es auf weißen Blättern zitiert. Im Video halten fünf Spielerinnen jeweils einen dieser Zettel in die Kamera. Dann erheben sie sich nacheinander und zerreißen die Blätter – ein sichtbares Zeichen dafür, dass sie diese Form der Abwertung nicht hinnehmen. Im Anschluss treten weitere Spielerinnen ins Bild und setzen ein klares, positives Statement: „Für Respekt. Gegen Hass. Für Fußball.“ Ziel sei es, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass digitale Hetze Konsequenzen hat, und Respekt, Fairness und Zusammenhalt zu stärken – im Sport und im Netz. Die Aktion hat bereits überregional Aufmerksamkeit bekommen und wurde unter anderem im Weser-Kurier sowie in der Sport Bild aufgegriffen.
Die Siegerinnen wurden vertreten durch Rieke Möller, Petra Zimolong und Lorena-Marie Trey, die die Bewerbung eingereicht hatte.
Zusammen mit dem anwesenden Erich Meenken, Vorsitzender des Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst überreichte der Moderator Tobas Abel die Trophäe. Zusätzlich zum Preisgeld in Höhe von 5.000 € wurde eine Ladestation für Elektroautos übergeben.
Ein Teil des Preisgeldes wird nach Angaben von Lorena-Marie Trey an eine Organisation gespendet, die sich für Prävention im Thema „Cybermobbing“ einsetzt.


