17.01.2021

Digitale Fortbildung mit der Barcamp-Methode zur Lizenz-Verlängerung

Autor / Quelle: FFor

Kooperation zwischen Kreisfußballverband Emsland und KreisSportBund Emsland

 

Wegen der Corona-Pandemie mussten in der gesamten Sport-Bildungsregion Emsland/Grafschaft Bentheim und in der Sportschule Emsland in Sögel alle Aus- und Fortbildungsmaßnahmen vorübergehend komplett gestrichen werden. Damit entfiel auch die Möglichkeit für Lizenz-Inhaber, an Lehrgängen teilzunehmen und so die Berechtigung zur Verlängerung ihrer Lizenz zu erlangen. Aus diesem Grunde hatten Kerstin Kossen (Vorsitzende Qualifizierungsausschuss KFV Emsland) und Willi Fenslage (Vizepräsident Bildung beim KSB Emsland) entschieden, erstmalig eine Fortbildung mit der Barcamp-Methode anzubieten, die über den DFB in einem digitalen edubreak®CAMPUS zur Verfügung gestellt wurde.

 

Mit der Einladung in den edubreak®CAMPUS musste jede Person automatisch für sich ein individuelles Profil erstellen, welches mit persönlichen Informationen befüllt wurde und damit schon einmal wichtige Informationen für die anderen Teilnehmenden enthielt. Ein Barcamp ist ein offenes Veranstaltungsformat. Das bedeutet, sowohl die Inhalte als auch der Ablauf der Tagung sind zu Beginn noch offen. Beides wurde also erst im Vorfeld von den Teilnehmenden selbst festgelegt, was dazu führte, dass sich alle bereits vor der Veranstaltung intensiv mit den Gedanken und Fragen der anderen Teilnehmer auseinandersetzen konnten.

Die Barcamp-Methode dient vor allem dem Austausch und der Diskussion. Zum Teil entstehen während eines Barcamps schon konkrete Arbeitsergebnisse. Da sich die Teilnehmer dank der Barcamp-Methode selbst stark in das Event-Geschehen einbringen mussten, entstanden in den 4 angebotenen Workshops anregende und intensive Diskussionen. Im Mittelpunkt aller dort angesprochenen Themen stand vor allem die Frage, wie man die Spielerinnen und Spieler trotz des Lockdowns mit sinnvollen Trainingsanreizen versorgen kann und – vor allem – wie es nach Beendigung des Lockdowns mit dem Training und den Spielen weitergehen kann, wie man ggf. „verlorene“ Kinder und Jugendliche zum Fußball zurückholen kann und welche Rolle dabei auch die Schulen spielen können.

Ganz deutlich zeigte sich bei dieser Barcamp-Methode, dass die 36 Teilnehmenden nicht – wie bei vielen Lehrgängen üblich - nur einem Referenten zuhören durften, sondern dass sie sich selbst mit ihren Ideen und Vorschlägen an der Diskussion beteiligen mussten, was ganz offensichtlich großen Spaß verbreitete und somit auch hervorragende, gut in die Praxis umzusetzende Maßnahmen hervorbrachte. Unterstützt wurden die beiden Organisatoren von Stefan Jürgens, Ansgar Lammers, Thomas Rodenbücher und Friedhelm Forbriger, die die in 4 virtuellen Räumen durchgeführten Workshops moderierten.

Im ersten Workshop-Durchgang ging es vorrangig darum, einmal die momentane Situation im (derzeit nicht stattfindenden) Trainingsbetrieb unter den geltenden Corona-Beschränkungen zu diskutieren. Dabei wurde deutlich, dass die Teilnehmenden, die allesamt als lizenzierte Trainer*innen in unterschiedlichen Sportarten tätig sind, momentan doch recht demotiviert sind und sie die große Sorge umtreibt, wann und vor allem wie denn der halbwegs normale Trainingsbetrieb wieder stattfinden kann und ob dann alle Jungen und Mädchen wieder den Weg zurück zu ihrem Sport finden oder ob diese sich anderen Freizeitbeschäftigungen zugewandt und sich dort bereits gebunden haben.

Im nächsten Durchgang ging es dann hauptsächlich darum, wie man den Kontakt zu den Sportlern einer Gruppe aufrechterhalten und wie denn nach einer gewissen Lockerung der Übungsbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Dabei ergaben sich angeregte Diskussion mit sehr kreativen, innovativen und an der Praxis orientierten Vorschlägen, die dann letztlich den Teilnehmenden verschiedene Möglichkeiten aufzeigten und sie alle doch ein wenig positiver in die sportliche Zukunft blicken ließ. Die vielen Übungsbeispiele und Maßnahmen werden dokumentiert und den Teilnehmenden in einem Portfolio zur Verfügung gestellt.

Abschließend kann man festhalten, dass diese ausgezeichnete Lehr-/Lernmethode die Organisatoren und Teilnehmenden gleichermaßen begeisterte und dadurch eine nachhaltig erfolgreiche Kompetenzentwicklung ermöglicht wird. Einig war man sich am Schluss auch, dass solche Art der Fortbildung als sehr informativ, motivierend und unbedingt als nachholenswert empfunden wurde und durchaus eine hervorragende Alternative zu Präsenzlehrgängen sein kann.

Für Interessierte findet am 8. Februar 2021 ab 17.30 Uhr - ebenfalls digital - die DFB-Kurzschulung 2 mit dem Thema "Kleine Spiele mit und ohne Ball" statt. Anmeldungen dazu über das Bildungsportal des KSB Emsland (Veranstaltungsnummer: 5\41\14288 (Bildungsportal www.ksb-emsland.de)

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Seite zuletzt aktualisiert am: 24.02.2021

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