28.02.2017

Meine Güte, nun muss ich mich doch tatsächlich wieder selbst um meine Kinder kümmern…

Autor / Quelle: (Kolumne/FFor)

… und dabei war es doch immer so schön und bequem für mich, wenn sie nachmittags zum Training im Fußballverein fuhren und ich sie dort so gut aufgehoben wusste.

 

Sie wurden mit ihren „Kumpels“ gemeinsam von engagierten Trainern mit hoher Qualität immer mehrere Stunden in der Woche trainiert und dann am Wochenende auch noch bei Fußballspielen gecoacht und betreut. Und dabei haben sie neben der sportlichen Betätigung auch noch den fairen Umgang miteinander gelernt, sie haben gelernt, wie man mit Siegen  - und Niederlagen - umgehen muss und wie schön und Gewinn bringend das gemeinsame Fußballspielen sein kann. Das alles und noch viel mehr wurde uns und unseren Kindern von unserem Fußballverein für ein paar Euro im Jahr geboten!  

Und das soll nun alles vorbei sein!? Und das nur, weil sich kein Trainer/Betreuer mehr findet, der bereit ist, seine Freizeit für die Kinder einzusetzen. Das bedeutet gleichzeitig für mich, dass ich mich wieder selbst um meine Kinder kümmern muss und ihnen damit all die Vorteile des Sporttreibens im Sportverein entgehen!  

Wo ist die Lösung? Ich selbst habe lange Zeit auch von den Angeboten meines Vereins profitiert. So durfte ich jahrelang selbst von der Jugend bis in die Alte Herren hinein dort dem runden Leder nachjagen. Es war eine tolle Zeit! Vielleicht sollte ich nun einmal mit dem Vorstand im Verein Kontakt aufnehmen und  – evtl. mit anderen ehemaligen Mannschaftskameraden zusammen – selbst etwas mehr Engagement zeigen und etwas von dem zurückgeben, was mir der Verein gegeben hat! Vielleicht sollte ich mein fußballerisches Können den Kindern weitergeben und selbst das Training einer Mannschaft übernehmen!? Gleichzeitig täte mir ein wenig mehr Bewegung auch ganz gut!  

Und das Tolle an der Sache wäre, dass ich dabei auch noch Unterstützung vom Qualifizierungsausschuss des Kreisfußballverbandes erhalte, der nämlich Kurzschulungen mit unterschiedlichsten Schwerpunkten anbietet und mir damit Tipps im Umgang mit Kindern und Jugendlichen gibt. Ich werde also nicht allein gelassen!  

Und vielleicht lerne ich dann auch das positive Gefühl kennen, von dem immer wieder andere Trainer sprechen, wenn sie die leuchtenden Kinderaugen im Training und bei den Spielen sehen und dadurch selbst viel von diesen zurückbekommen.  

Gleich morgen werde ich Gespräche mit dem Vorstand führen. Vielleicht kann man mich ja dort gebrauchen und ich muss mich nicht nur allein um meine Kinder kümmern.  

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Seite zuletzt aktualisiert am: 23.05.2017

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